
Salvator Rosa zeichnet Banditen
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Die Geschichte
Um Salvator Rosa, den neapolitanischen Maler wilder Felsen und rauer Soldaten aus dem 17. Jahrhundert, rankte sich im 19. Jahrhundert eine Legende. Als junger Mann, so hieß es, sei er durch die Berge der Abruzzen gestreift, unter Banditen geraten und eine Zeit lang bei ihnen geblieben, immer mit dem Zeichenstift. Belege gibt es dafür nicht. 1824 machte die irische Schriftstellerin Lady Morgan die Geschichte in ihrer viel gelesenen Biografie The Life and Times of Salvator Rosa populär, und romantische Leser in Europa wie in Amerika griffen sie auf. Thomas Cole malte die Szene auf dieser kleinen Holztafel, keine 25 Zentimeter breit, irgendwann zwischen etwa 1832 und 1840. Rosa sitzt rot gekleidet unten rechts und zeichnet, die Banditen lagern links an einer Höhle. Das Bild ging wohl von Coles Familie an John Falconer, einen Radierer und engen Freund, der Drucke nach Coles Zeichnungen anfertigte. 1897 war es im Brooklyn Museum zu sehen. 1860 griff der jüngere Maler Thomas Moran dasselbe Thema auf einer größeren Leinwand wieder auf.




