Selbstporträt als Bacchus

Caravaggio, Self-Portrait as Bacchus, 1595. Wikimedia Commons. · PD

Selbstporträt als Bacchus


Details

Künstler
Caravaggio
Jahr
1595
Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
67 × 53 cm

Die Geschichte

Als der junge Caravaggio um 1593 nach Rom kam, war er arm und schlug sich als Gehilfe in fremden Werkstätten durch. In dieser Zeit malte er sich selbst als Bacchus, den Gott des Weins, mit Weinlaub im Haar und ein paar Trauben in der Hand. Doch dieser Bacchus ist kein strahlender Gott. Die Haut hat einen grünlichen, kränklichen Ton, die Lippen sind fahl, und der Blick geht müde über die Schulter zum Betrachter. Man nimmt an, dass Caravaggio sich hier selbst nach einer schweren Krankheit malte, die ihn ins Spital gebracht hatte, und dass er dafür in einen Spiegel blickte, weil er kein Geld für ein Modell hatte. Die Weintrauben und Pfirsiche vor ihm sind, wie so oft bei ihm, teils schon fleckig und welk. Es ist das Bild eines jungen Mannes von etwa 20 Jahren, der weder Ruhm noch Auftrag hatte, aber schon genau hinsah, auch auf die eigene Blässe. Später gehörte es der Sammlung des Kardinals Scipione Borghese in Rom.

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