
Rembrandt · PD
Selbstbildnis mit zerzaustem Haar
Details
Die Geschichte
Um 1628 lebte der 22-jährige Rembrandt noch in seiner Heimatstadt Leiden, wo er kurz zuvor mit einem Malerfreund eine eigene Werkstatt eröffnet hatte. Dies ist sein frühestes bekanntes Selbstbildnis, und es ging ihm nicht um Ähnlichkeit, sondern um das Licht. Das Eichentäfelchen ist kaum größer als eine Hand. Ein Streiflicht gleitet über die rechte Wange, während der Rest des Gesichts im Schatten versinkt und die Augen fast verschwinden. Die widerspenstigen Locken kratzte Rembrandt mit dem Stielende des Pinsels in die noch feuchte Farbe. Solche Köpfe, sogenannte Tronies, malte er, um Gesichtsausdrücke für spätere große Bilder zu erproben. Bald darauf wurde Constantijn Huygens, der Sekretär des Prinzen von Oranien, auf ihn aufmerksam.




