
Albrecht Dürer · PD
Sieben-Schmerzen-Altar: Die schmerzensreiche Mutter
Details
Die Geschichte
Im April 1496 kam Friedrich der Weise, Kurfürst von Sachsen, nach Nürnberg und lernte dort einen Maler Mitte zwanzig kennen. Der Auftrag, der daraus folgte, war für seine Schlosskirche in Wittenberg bestimmt, und diese trauernde Maria bildete dessen Mitte. Ein eigenes Bild war sie damals nicht. Sie saß in der Mitte einer Tafel von rund 190 Zentimetern Höhe, umgeben von sieben kleinen Szenen der Schmerzen Mariens, und diese Tafel wurde noch im 16. Jahrhundert auseinandergesägt. Die sieben Szenen kamen mit dem Nachlass Lucas Cranachs des Jüngeren von Wittenberg nach Dresden und sind bis heute dort. Maria ging nach Süden, in das Kloster Benediktbeuern, und gelangte 1803 und 1804 mit der Säkularisation nach München. Die Datierung bleibt offen. Die Begegnung weist auf 1496, die Malerei wirkt auf manche Augen wie eine Arbeit um 1500, und die Museen geben deshalb eine Spanne an. Die Forschung hält heute überwiegend diese Figur für eigenhändig und schreibt die sieben Szenen der Werkstatt zu, gemalt nach Zeichnungen Dürers.




