
Die siebte Plage Ägyptens
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Die Geschichte
Im September 1822 gab der französische Gelehrte Jean-François Champollion bekannt, dass er die Hieroglyphen entziffert hatte, und London war da schon ganz versessen auf Ägypten. Ein Jahr zuvor hatte der Abenteurer Giovanni Belzoni die Egyptian Hall in Piccadilly mit dem Nachbau eines Pharaonengrabs gefüllt. John Martin malte dieses Bild 1823 und setzte die Jahreszahl unten links neben seinen Namen. Es zeigt die siebte Plage aus dem Buch Exodus, als Mose seinen Stab gen Himmel reckt und Donner, Hagel und Feuer über Ägypten niedergehen. Mose und sein Bruder Aaron stehen links auf einer Balustrade, der Pharao und sein Volk ducken sich zwischen den gewaltigen Bauten von Theben. Für diese Architektur griff Martin auf einige der frühesten illustrierten Werke über ägyptische Denkmäler zurück. 1824 hing das Bild in der ersten Ausstellung der neu gegründeten Society of British Artists in London, und 1825 kaufte es John Lambton, der spätere Earl of Durham, für 500 Guineen. Mehr als hundert Jahre blieb es in der Familie. Bei einer Versteigerung auf Lambton Castle brachte es 1932 noch 15 Pfund, und 1960 zahlte das Museum of Fine Arts 900 Pfund dafür.




