
Jean-François Millet · PD
Die Nähstunde
Details
Die Geschichte
Am 12. Mai 1874 stellte der französische Direktor der Schönen Künste, der Marquis de Chennevières, 50.000 Francs bereit, damit Millet das Leben der heiligen Genoveva, der Schutzpatronin von Paris, für ihre Kapelle im Panthéon malte. Millet war 59 und schon krank, und zu diesen Bildern kam es nie mehr. Er starb im Januar 1875 in Barbizon. Die Nähstunde stammt aus eben diesem letzten Jahr, 1874. Ein Mädchen in dunkelblauem Mieder und rotem Rock sitzt am offenen Fenster über ein weißes Tuch auf seinem Schoß gebeugt, die Mutter, einen Säugling im Arm, beugt sich herüber und führt ihm die Nadel. Links auf dem Fensterbrett sitzt eine Katze. Der ganze Raum ist in warmem Gelb und Braun gehalten. Draußen zieht sich ein sonniger Garten bis zu einem Holztor, und zwischen den Bäumen dahinter arbeitet eine kleine Gestalt.




