
Jean-François Millet · PD
Schäferin am Waldrand sitzend
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Die Geschichte
Auf dem französischen Land der 1840er Jahre war das Hüten von Schafen oder Kühen sehr oft Kinderarbeit, und kein Gesetz verpflichtete ein Dorfkind, zur Schule zu gehen. Das kam erst mit den Gesetzen von Jules Ferry 1881 und 1882, die die Grundschule zuerst kostenlos und dann zur Pflicht machten. Die Hirtin, die Millet hier um 1848 oder 1849 malte, wirkt jung. Sie sitzt am Fuß eines mächtigen dunklen Baumstamms auf einer Böschung am Waldrand, mit weißer Haube, einem blass ockerfarbenen Kapuzenumhang um die Schultern und blauer Schürze, der lange Stab liegt schräg über ihrem Körper bis hinunter zum Weg. Den Blick hat sie gesenkt, das Museum beschreibt sie als scheinbar in Gedanken verloren. Die Leinwand ist klein, 32 Zentimeter hoch. Das Licht fällt auf Umhang und Rock, der Wald dahinter bleibt fast schwarz. Unten rechts hat Millet mit vollem Namen signiert.




