Stele der Herrin Udjarenes in Anbetung der Sonne

Stele der Herrin Udjarenes in Anbetung der Sonne


Details

Künstler
Unbekannter ägyptischer Künstler (Spätzeit oder ptolemäische Zeit)
Museum
Louvre
Jahr
-594
Technik
Holz, bemalt (leuchtendes Grün, Dunkelblau, Rot, Schwarz, Creme, Gelb)
Gattung
Gemälde
Maße
45,5 × 26,8 cm

Die Geschichte

Man achte auf das Band direkt über den beiden Szenen dieser kleinen Holzstele, eine Reihe hoher, oben verknoteter Formen, eng nebeneinander gemalt. Es ist ein Chekerfries. In den frühesten ägyptischen Bauten band man Schilfbündel oben zusammen und reihte sie auf der Mauerkrone auf, und noch lange nachdem man mit Ziegeln und Stein baute, lebte die Form als Ornament fort, an Tempeln, in Gräbern und auf Gegenständen wie diesem.

Über dem Fries trägt der gerundete Abschluss den Himmel, ein Sternenband, eine geflügelte Sonnenscheibe mit Uräusschlange und die Sonne in der Barke des Re auf dem Zeichen für den Horizont. Darunter erscheint die Herrin Udjarenes zweimal, spiegelbildlich, mit erhobenen Händen. Links steht sie vor dem falkenköpfigen Re-Harachte, rechts vor Atum mit der Doppelkrone, beide thronend und in ein Leichentuch gehüllt. Die Hieroglyphen enthalten eine Opferformel und einen Hymnus und nennen ihren Vater und ihre Mutter, diese mit dem Titel Herrin des Hauses. Ein Rahmen aus wechselnd farbigen Rechtecken läuft um den Rand. Der Louvre datiert die Stele nach dem Stil in die 26. Dynastie, zwischen 664 und 525 v. Chr., und sie gehört spätestens seit 1857 zur Sammlung.

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