
Stillleben mit Heringen, Austern und Rauchzeug
Details
Die Geschichte
Zwei Räucherheringe, Teller mit geöffneten Austern, ein Brot und ein Glas Weißwein, daneben alles, was ein Raucher in Haarlem um 1625 brauchte. Da liegen eine weiße Tonpfeife, ein rotes Kohlenbecken aus Irdenware mit Glut zum Anzünden, ein Bündel Schwefelhölzer und eine ovale Tabaksdose aus Zinn mit Kupferbeschlägen. Fisch, Austern und Tabak ergeben eine seltsame Mahlzeit, bemerkt das Frans Hals Museum, doch sie boten van Schooten genau die Vielfalt an Oberflächen, die seine Käufer schätzten. Das spätere Leben der Tafel verlief weit weniger ruhig. 1943 wurde sie aus einer Amsterdamer Sammlung verkauft, wohl über einen Zwischenhändler, an deutsche Käufer und landete unter den Bildern, die für Hitlers geplantes Museum in Linz zusammengetragen wurden. Nach dem Krieg kam sie in die Obhut des niederländischen Staates. 2003 wurde sie auf Empfehlung der niederländischen Restitutionskommission den rechtmäßigen Eigentümern zurückgegeben, und 2011 kaufte das Frans Hals Museum sie mit Unterstützung der Vereniging Rembrandt.


