
Vincent van Gogh · PD
Stillleben mit drei Vogelnestern
Details
Die Geschichte
Im August 1885 schickte van Gogh doppelte Stücke aus seiner Nestersammlung an den Maler Anthon van Rappard, einen Freund. Vögel wie der Zaunkönig oder der Pirol, schrieb er dazu, seien eigentlich auch zu den Künstlern zu rechnen, und Nester gäben gute Stillleben her. Knapp zwei Monate später machte er sich daran. Im Herbst 1885 stellte er in Nuenen mehrere Nester vor einen fast schwarzen Grund und malte fünf solche Bilder hintereinander, vor allem als Tonstudie, um zu sehen, wie viel Braun, Moosgrün und Grau sich aus diesem Dunkel holen lässt. An Theo hatte er geschrieben, er fühle für die Brut und die Nester, besonders für jene menschlichen Nester, die strohgedeckten Hütten auf der Heide und ihre Bewohner. Das linke Nest ist wahrscheinlich das eines Zaunkönigs. Im November verließ er die Niederlande und ging nach Antwerpen.




