
Unbewegtes Wasser
Details
Die Geschichte
Das Format ist lang und niedrig, mehr als doppelt so breit wie hoch, und über die Hälfte davon nimmt die Wasserfläche ein. Die Bäume am jenseitigen Ufer stehen locker gereiht, ihre Kronen schneidet der obere Bildrand ab. So wandert der Blick nach unten, wo dieselben Stämme kopfüber im dunklen Spiegel stehen. Khnopff malte dieses „Unbewegte Wasser“ 1894, bekannt ist es auch als Teich von Ménil. In Wien hatte der Belgier bald einen großen Auftritt. Zur ersten Ausstellung der Secession im März 1898 schickte er 21 Werke, und die jungen Wiener Maler schauten genau hin. Die Klimt-Forschung sieht in dieser Leinwand das direkte Vorbild für Klimts „Ein Morgen am Teiche“ von 1899, seine erste Landschaft im quadratischen Format. Auch jenes Bild ist in Wien, es gehört dem Leopold Museum.




