Marienzyklus aus Sant'Egidio

Sailko · CC-BY-SA-3.0

Marienzyklus aus Sant'Egidio


Details

Jahr
1451
Technik
Fresko
Gattung
Gemälde

Die Geschichte

1938 suchte man im Chor der Florentiner Spitalkirche Sant'Egidio unter der Tünche nach einem verlorenen Marienzyklus und wurde fündig. Im 17. Jahrhundert waren die Wände überkalkt worden. 1954 löste ein Restaurator eine Sinopie und fünf Fragmente ab.

Gemalt hatten den Zyklus über drei Jahrzehnte hinweg wechselnde Hände. Domenico Veneziano begann 1439, und die früheste erhaltene Urkunde, die Piero della Francesca nennt, ist dessen Lohn für die Arbeit an dieser Wand im September 1439. Andrea del Castagno übernahm im Januar 1451 die rechte Wand mit drei Szenen und arbeitete bis September 1453 daran. Noch 1470 wurde für den Zyklus gezahlt.

Seit 1990 sind die Sinopie und vier Fragmente im ehemaligen Refektorium von Sant'Apollonia zu sehen, weit von ihrem ursprünglichen Ort entfernt. Das meiste davon ist der gemalte Sockel, der unten an der Wand entlanglief. Das Castagno zugeschriebene Stück zeigt einen Streifen Boden mit Gräsern und Steinen und liegt bis heute im Depot.

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