
James McNeill Whistler, Symphony in White, No. 3, 1866. Wikimedia Commons. · PD
Sinfonie in Weiß Nr. 3
Details
Die Geschichte
1867 zeigte Whistler dieses Bild in der Londoner Royal Academy unter einem für die Zeit merkwürdigen Titel: 'Sinfonie in Weiß, Nummer 3'. Zwei hell gekleidete Frauen, die eine auf einem Sofa, die andere am Boden hingestreckt, ohne weiteres Thema als sie selbst. Mit dem Wort Sinfonie wollte Whistler sagen, dass das Bild ein Zusammenklang von Farben sei, wie ein Musikstück, und keine Illustration einer Geschichte. Es war die Blütezeit des l'art pour l'art. Ein Kritiker, Philip Hamerton, wandte ein, ganz weiß sei es nun doch nicht, denn da seien ein gelbliches Kleid, ein blaues Band, ein roter Fächer. Whistler konterte spöttisch mit der Frage, ob eine Sinfonie in F denn nur die eine Note F wiederholen müsse. Die beiden Modelle waren Joanna Hiffernan, seine Gefährtin, und Milly Jones, die Frau eines befreundeten Schauspielers.




