Tankred und Erminia

Nicolas Poussin · PD

Tankred und Erminia


Details

Jahr
1634
Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
75 × 100 cm

Die Geschichte

Torquato Tassos Versepos über den ersten Kreuzzug, im Deutschen als Das befreite Jerusalem bekannt, erschien 1581 und war in Italien binnen weniger Jahrzehnte Allgemeinbesitz: gelesen, zitiert, vertont. Maler bedienten sich daraus wie aus Ovid. Hier ist der Moment aus dem 19. Gesang. Erminia, eine sarazenische Fürstin, die Tankred aus der Ferne liebt, findet ihn verwundet nach dem Zweikampf mit dem Riesen Argant und schneidet sich mit seinem eigenen Schwert das Haar ab, um die Wunden zu verbinden. Poussin lebte seit 1624 in Rom, und er steckt die Figuren in antike Rüstung und Gewänder statt in irgendetwas, was ein Kreuzfahrer um 1099 getragen hätte. Eine frühere, weiträumigere Fassung desselben Vorgangs hängt in Sankt Petersburg. Hier rückt er die Gruppe eng zusammen, sodass der stützende Knappe, Erminia und das Pferd hinter ihnen zu einem einzigen Knäuel werden.

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