
Vincent van Gogh · PD
Strohgedeckte Hütten im Sonnenschein
Details
Die Geschichte
Im Frühjahr 1890 saß Van Gogh in der Heilanstalt von Saint-Rémy in der Provence fest. Ein schwerer Krankheitsschub hielt ihn rund zwei Monate vom Malen im Freien fern, und in dieser Zeit entstanden kleine Bilder aus dem Gedächtnis. Seinem Bruder Theo schrieb er Ende April, es seien „Erinnerungen an den Norden“. Dieses Bild gehört dazu. Bauernkaten mit schweren, moosigen Strohdächern, eine tief stehende Sonne, eine einzelne Gestalt auf dem Weg: Das sind Motive aus Brabant, wo er fünf Jahre zuvor noch in dunklen Erdtönen gemalt hatte. Wenige Wochen später zog er nach Auvers-sur-Oise bei Paris und fand dort echte Strohdachhäuser vor, weshalb man das Bild später zeitweise für eine Ansicht aus Auvers hielt. Spätestens 1925 gehörte es dem Sammler Albert C. Barnes in Philadelphia, der es in jenem Jahr in seinem Buch „The Art in Painting“ abbildete.




