
Die Kinderverlobung
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Die Geschichte
Die Zeremonie in diesem Dorfhaus ist eine echte, und die beiden, um die es dabei geht, sind Kinder. Unter osmanischer Herrschaft verlobten griechische Familien Söhne und Töchter sehr früh. Die Galerie verweist in ihrem Katalogtext darauf, dass solche Verlobungen auch als Schutz vor Entführungen gedacht waren. Gyzis ordnet die Verwandtschaft 1877 zu einem gedrängten Halbkreis. Der Priester schiebt dem Jungen den Ring auf den Finger, der Junge begreift sichtlich nicht, was da geschieht, das Mädchen sieht zu Boden, und die Erwachsenen haben ihren Spaß daran. Ein Mann in der Fustanella, dem weißen Faltenrock der griechischen Tracht, hält das Gefäß für den Trinkspruch bereit. Rechts im Bild hat der Maler Stoffe, Kupfer und Geschirr aufgehäuft, die Stelle, an der er zeigt, was er mit Stofflichkeit und Farbe kann. Von der Komposition gibt es mehrere Fassungen, und sie hat ihm eine Reihe von Auszeichnungen eingebracht.





