
Der blaue Vogel
Details
Die Geschichte
Im Sommer 1990 zeigte die Städtische Kunsthalle Mannheim die erste große deutsche Bernard-Retrospektive, und dieses Bild hing darin. Sechs Jahre zuvor war es bei Christie's in London unter einem anderen Titel verkauft worden, Les Fées bretonnes, bretonische Feen. Das Museum führt es heute als Der blaue Vogel und ordnet es den Phantasiestücken zu. Titel verschoben sich leicht bei Bildern, die ein Jahrhundert in Privathand blieben. Auf der Leinwand steht 1889. Im Juni jenes Jahres hängte Bernard in Paris 25 Arbeiten in ein Café auf dem Gelände der Weltausstellung, in eine Schau, die eine Gruppe von Freunden ohne Jury auf eigene Faust veranstaltete. Zwei der 25 zeichnete er mit dem erfundenen Namen Ludovic Nemo. Als frühester Eigentümer ist der Pariser Händler Ambroise Vollard verzeichnet, der Bernard später gut dafür bezahlte, Holzstöcke für seine Luxusausgaben zu schneiden.




