
Das Frühstück
Details
Die Geschichte
Um die Mitte des 18. Jahrhunderts konnte ein vornehmer Morgen mit einer Tasse heißer Schokolade beginnen, und zur Tasse gehörte ein Glas Wasser. Genau das trägt das Dienstmädchen mit der weißen Haube auf seinem Tablett herein, zu einer jungen Frau im Seidenkleid, die sich in ihrem Sessel nach ihr umwendet. Das Museum weist darauf hin, dass die Züge der Sitzenden porträthaft wirken. So verschwimmt hier die Grenze zwischen Bildnis und Genreszene.
Liotard schuf das Blatt um 1752, in Pastell auf Pergament. Das Museum vergleicht seine Oberfläche mit der von Maurice Quentin de La Tour, dessen Pastell der Mademoiselle Ferrand im selben Saal hängt. La Tour lässt seine Kreidestriche stehen, rasch und skizzenhaft. Liotard verschmilzt sie zu einer geschlossenen, glatten Fläche, und deshalb wirken Haut, Seide, Spitze und die Porzellantasse hier so makellos.



