
Pieter Brueghel the Elder, The Hunters in the Snow, 1565. Wikimedia Commons. · PD
Jäger im Schnee
Details
Die Geschichte
Bruegel malte diese verschneite Landschaft 1565 als Teil einer Folge über die Zeiten des Jahres, von der er sechs Tafeln für einen wohlhabenden Antwerpener Kaufmann schuf. Fünf sind erhalten, und diese zeigt den tiefen Winter. Die Jahre um 1565 fielen in eine Phase besonders strenger Winter, die man später die kleine Eiszeit nannte, und der Winter von 1564 auf 1565 war in ganz Europa berüchtigt kalt. Drei erschöpfte Jäger stapfen mit ihrer Meute den Hügel herab, und ihre Beute ist kläglich, ein einziger Fuchs hängt an einem Spieß. Links vor einem Wirtshaus wird ein Schwein über offenem Feuer abgesengt, ein schief hängendes Schild kündigt den heiligen Hubertus an. Unten im Tal haben sich die zugefrorenen Weiher in Eisbahnen verwandelt, auf denen winzige Gestalten Schlittschuh laufen, Kreisel treiben und eishockeyähnliche Spiele spielen. Der Himmel hat die Farbe von grünlichem Zinn, und weit hinten türmen sich zackige Berge, wie es sie in der flachen niederländischen Landschaft nie gab, eine Erinnerung an Bruegels Reise über die Alpen.




