
Pieter Brueghel the Elder, The Peasant Wedding, 1567. Wikimedia Commons. · PD
Die Bauernhochzeit
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Die Geschichte
Bruegel malte diese Hochzeit gegen Ende der 1560er Jahre, in einer Zeit, in der die spanische Herrschaft in Flandern hart durchgriff. Von alldem ist hier nichts zu sehen, nur eine Scheune, in der eine Bauernhochzeit gefeiert wird. Die Braut sitzt vor einem grünen Tuch, über ihr hängt eine papierne Krone, sie hält die Hände gefaltet, isst nicht und spricht nicht, wie es der Brauch dieses Tages verlangte. Wer der Bräutigam ist, lässt sich nicht sagen, denn er gehörte nach altem Herkommen nicht an den Tisch. Vorn tragen zwei Männer die Speisen auf einer ausgehängten Tür herein, ein dritter schenkt Bier aus, und am Rand bläst einer den Dudelsack, während sein Blick zu den vollen Schüsseln wandert. Bruegel nahm die Bauern ernst, weder verklärt noch bloß als Gespött. Ganz vorn hat sich ein Kind einen viel zu großen Hut mit Feder aufgesetzt und ist ganz mit dem Auslecken eines Tellers beschäftigt.




