Der Letzte des alten Westminster

James McNeill Whistler · PD

Der Letzte des alten Westminster


Details

Jahr
1862
Technik
Öl
Gattung
Gemälde
Maße
60,96 × 78,1 cm

Die Geschichte

Whistler nannte das Bild The Last of Old Westminster, das Letzte vom alten Westminster. Als er es 1862 malte, war die alte Steinbrücke allerdings schon abgetragen. Über die Themse führt hier die neue Westminster Bridge, auf derselben Linie gebaut und im Mai jenes Jahres eröffnet, noch immer eingehüllt in das Holzgerüst, das Arbeiter Anfang Juli entfernten. Gemalt hat er sie aus einem Erkerfenster in den Räumen von Walter Severn in den Manchester Buildings nahe dem Parlament, mit Blick hinunter auf die Brücke und einen wackligen Dampferanleger.

Walters jüngerer Bruder, der Maler Arthur Severn, sah ihm dabei zu. Er hatte gedacht, das gehe schnell. Es dauerte Wochen, und manchmal kam Whistler nur einmal in der Woche. Für Severn hatten alle Holzpfähle dasselbe Grau und alle Arbeiterhemden dasselbe Weiß. Whistler aber betrachtete lange einen einzelnen Pfahl, mischte die Farbe, setzte einen einzigen Strich von oben nach unten und ließ ihn stehen. Einmal hielt eine Droschke auf der Brücke, und er hatte sie mit wenigen Tupfern. Boote und Figuren wechselten von Tag zu Tag, und er malte die neuen einfach über die alten. Severn gab zu, man sei der Sache im Haus ziemlich überdrüssig geworden.

Die Röntgenaufnahme zeigt darunter etwas Älteres, quer zur heutigen Ansicht das Bildnis einer sitzenden Frau, wahrscheinlich Joanna Hiffernan, Whistlers Modell und Lebensgefährtin.

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