Der Neumarkt in Dresden von der Moritzstraße aus

Der Neumarkt in Dresden von der Moritzstraße aus


Details

Jahr
1750
Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
134,5 × 231 cm

Die Geschichte

Über den Marktbuden des Dresdner Neumarkts erhebt sich die steinerne Kuppel der Frauenkirche, die 1743 vollendet worden war. Bellotto hat diesen Platz zweimal fast gleich gemalt. Die eine Fassung bestellte Augustus III., Kurfürst von Sachsen und König von Polen, für seine Galerie. Die andere, diese hier, ließ sich sein Premierminister anfertigen, Graf Heinrich von Brühl, der mächtigste Mann am Hof nach dem König und selbst ein großer Sammler. Brühl wollte die königlichen Ansichten als eigene Serie besitzen. Ganz identisch sind die beiden Reihen allerdings nicht. Die Forschung beschreibt die Bilder des Königs als in Grau- und Brauntönen gehalten, die für Brühl in lebhafteren Rot- und Blautönen. Unten auf dem Platz breitet Bellotto das Alltagsleben aus, Händler, Käufer, kleine Szenen am Rand. Turin kannte er übrigens vor Dresden. 1745, zwei Jahre bevor er an den sächsischen Hof kam, malte er für den König von Sardinien zwei Ansichten dieser Stadt, die heute in der Galleria Sabauda im Zentrum hängen.

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