
James McNeill Whistler, The Princess from the Land of Porcelain, 1863. Wikimedia Commons. · PD
Die Prinzessin aus dem Land des Porzellans
Details
Die Geschichte
Whistler malte diese Leinwand Mitte der 1860er Jahre, als London und Paris von einem Fieber für alles Japanische ergriffen waren, das nun greifbar war, seit sich Japan wieder dem Handel mit dem Westen geöffnet hatte. Sein Modell war Christine Spartali, Tochter eines in London ansässigen griechischen Kaufmanns. Er hüllte sie in einen Kimono und stellte sie zwischen einen Wandschirm, einen gemusterten Teppich und eine hohe Porzellanvase. Sie trägt das Gewand auf betont westliche Weise, eine Europäerin, die eine Gestalt aus einem fernen, erträumten Land spielt. Jahre später wurde diese Leinwand zum Herzstück des Peacock Room, des blau-goldenen Speisezimmers, das Whistler für einen wohlhabenden Mäzen ausstattete, und dort hängt sie bis heute über dem Kamin, in Washington.




