
Bernardo Bellotto · PD
Die Trümmer der ehemaligen Kreuzkirche zu Dresden
Details
Die Geschichte
Am 16. Juli 1764 wurde am Altmarkt der Grundstein für die neue Kreuzkirche gelegt. Vier Jahre zuvor, im Siebenjährigen Krieg, hatten preußische Geschütze die gotische Kirche in Brand geschossen. Langhaus und Chor stürzten ein, die steinerne Westturmfront blieb stehen und sollte in den Neubau einbezogen werden. Daraus wurde nichts. Am Morgen des 22. Juni 1765, nach starken Regenfällen, brach die hintere Wand des alten Turms zusammen, an dem gerade gearbeitet wurde. Der Rest musste abgetragen werden.
Bellotto malt die Tage danach. An der rechten Seite der Ruine lehnt eine lange Leiter, ganz oben auf dem Mauerrand steht eine winzige Gestalt. In den offenen Turm sieht man hinein wie in einen Schnitt, mit den Spuren seiner Umbauten aus mehreren Jahrhunderten. Links liegen die ausgebrannten Häuser des Viertels, rechts drängen sich Schaulustige vor den sonnigen Fassaden. Unten in der Mitte sitzt ein Paar dicht beieinander, auf den Quadersteinen, die schon für die neue Kirche zugehauen sind.





