Die Hirten am Grab des Amyntas

Die Hirten am Grab des Amyntas


Details

Museum
Louvre
Jahr
1805
Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
131 × 177 cm

Die Geschichte

Guérin signierte die Leinwand unten rechts mit P. Guérin à Naples, 1805. Neapel war damals Hauptstadt eines eigenen Königreichs, das ängstlich zwischen Frankreich und Großbritannien lavierte, und Frankreichs Botschafter dort war Charles Alquier, der spätere Besitzer dieses Bildes. Noch vor Jahresende öffnete der König seine Häfen den Russen und Briten, und Alquier verließ die Stadt.

Der Stoff stammt aus den Neuen Idyllen des Schweizer Dichters Salomon Gessner, dessen Hirtengedichte nach dem Vorbild Vergils und Theokrits in französischer Übersetzung in ganz Europa gelesen wurden. Zwei junge Hirten sitzen im Schatten auf einem Felsen, zu ihren Füßen schläft ein Hund. Jenseits eines kleinen Bachs steht ein Mädchen in Weiß neben einem großen Stein mit einer Vase darauf, dem Grab des Amyntas, und streckt den Arm nach ihnen aus. Der Louvre vergleicht das Bild mit Poussins Arkadischen Hirten, auf dem Hirten ebenfalls in idyllischer Landschaft auf ein Grab stoßen.

Guérin stellte es 1808 im Salon aus. Nach Alquiers Tod wurde es 1825 in Paris versteigert, und 1972 erwarb es der Louvre im Auktionshaus Drouot über sein Vorkaufsrecht.

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