
Rembrandt, The Supper at Emmaus, 1628. Wikimedia Commons. · PD
Das Mahl in Emmaus
Details
Die Geschichte
Um 1628 stand Rembrandt noch am Anfang seiner Laufbahn, und dieses kleine Emmausbild zeigt schon, wie er ein vertrautes biblisches Thema verändert. Die Geschichte stammt aus dem Lukasevangelium: Nach der Auferstehung erkennen zwei Jünger Christus erst in dem Moment, in dem er in Emmaus das Brot bricht. In älteren Darstellungen ist die Szene oft strenger symmetrisch geordnet. Rembrandt setzt Christus rechts an den Tisch, und die Offenbarung geschieht über ein Licht hinter ihm. So erscheint die Figur als dunkle Form mit einem leuchtenden Rand. Das erinnert an Caravaggio und an das Helldunkel mit seinen starken Gegensätzen von Licht und Schatten. Zugleich bleibt der Raum ganz schlicht und alltäglich. Das Mahl findet in einem bescheidenen Innenraum statt, und im Hintergrund arbeitet eine Dienerin weiter. Rembrandt kehrte im Lauf seines Lebens mehrfach zu diesem Thema zurück. Diese frühe Fassung passt vollständig auf eine Holztafel von nur 39 mal 42 Zentimetern.




