
Albrecht Dürer · PD
Maria mit Kind an der Brust
Details
Die Geschichte
Dürer vollendete die kleine Tafel 1503, ein Auftraggeber ist nicht bekannt. Andachtsbilder dieses Formats gingen in Nürnberg auf den freien Markt, und wer eines kaufte, wollte inzwischen ebenso sehr einen Dürer wie eine Madonna. Marienstoffe beschäftigten ihn in diesen Jahren stark. Damals entstanden die meisten Holzschnitte des Marienlebens, vollständig veröffentlicht hat er die Folge erst 1511, dazu eine Reihe einzelner Blätter mit der Muttergottes. Auf dem Kupferstich Maria auf der Rasenbank, im selben Jahr entstanden, liegt das Kind fast genauso, den Kopf angeschmiegt, den einen Arm eingezogen. Von den üblichen Zeichen der Heiligkeit ist auf der Tafel nichts geblieben, auch kein Hinweis auf das, was dem Knaben bevorsteht, nur eine Frau, die ihr Kind stillt. Rund 24 Zentimeter hoch ist das Ganze, und an beiden Seiten wurde es später angestückt.




