
Rembrandt, The Wedding of Samson, 1638. Wikimedia Commons. · PD
Die Hochzeit Simsons
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Die Geschichte
Um 1638 war Rembrandt der gefragteste Bildnismaler Amsterdams, frisch verheiratet und für die reichsten Kaufleute der Stadt tätig. Diese weltmännische Sicherheit setzt er hier für ein Gastmahl aus dem Alten Testament ein. Die Szene entspringt wenigen Versen aus dem Buch der Richter: Bei seiner eigenen Hochzeitsfeier gibt Simson seinen 30 philistäischen Gästen ein Rätsel auf und wettet 30 leinene Gewänder, dass sie es nicht lösen. Rembrandt beleuchtet die Braut in der Mitte, in glänzender Seide, während Simson sich zur Seite lehnt, ins Dunkel, und das Rätsel an den Fingern abzählt. Die lange Tafel und die hingelagerten Gäste dehnen sich unter einem warmen, ungleichen Licht, das die halbe Gesellschaft fast im Dunkeln lässt. Der sächsische Kurfürst August der Starke erwarb das Bild später für Dresden, wo es seit den 1720er Jahren verzeichnet ist.




