
Rembrandt · PD
Tobias und Anna mit dem Ziegenböckchen
Details
Die Geschichte
Die Szene stammt aus dem Buch Tobit, das in der katholischen und orthodoxen Bibel steht. Der alte Tobit ist erblindet, und seine Frau Hanna haelt das Haus zusammen, indem sie fuer die Nachbarn webt. Eines Tages wird sie mit einem Ziegenboeckchen bezahlt. Als er es im Haus meckern hoert, haelt der Blinde es fuer gestohlen und beschuldigt sie, und sie faehrt auf, gekraenkt vom Misstrauen. Rembrandt kam auf diesen kleinen haeuslichen Streit ueber gut 20 Jahre immer wieder zurueck. Als junger Mann hatte er ihn schon 1626 gemalt, und hier kehrt er um 1645 zu ihm zurueck, ein altes Paar, in einem einzigen Aufblitzen von Argwohn gefasst, von einer einzigen tiefen Lichtquelle beleuchtet. Die kleine Tafel gilt heute als Werk Rembrandts und seiner Werkstatt, nicht allein seiner Hand. Hanna haelt das Boeckchen noch im Arm, waehrend Tobit sich dem Laut zuneigt, den er nicht sehen kann.




