
Gustav Klimt · PD
Oberösterreichisches Bauernhaus
Details
Die Geschichte
Kleine Holzhäuser mit niedrigen Stuben und winzigen Fenstern waren in Oberösterreich weit verbreitet, bewohnt von ärmeren Familien. Eines davon malte Klimt im Sommer 1911, als er in der Villa Oleander nahe Schloss Kammer wohnte und von dort weite Wanderungen unternahm. Ausgestellt hat er das Bild schlicht als „Bauernhaus“. Erst der Kunsthistoriker Alfred Weidinger ordnete es einem Gebäude in Buchberg am Nordwestufer des Attersees zu, das 1992 abgerissen wurde. Zu sehen ist nur das Erdgeschoss. Den Rest verdecken die Kronen der Obstbäume, aufgelöst in unzählige einzelne Tupfen, während die Bretterwand klare Flächen und Kanten behält. Der größere Baum trägt kleine gelbe Früchte, Äpfel oder Birnen, im kleineren vermutet das Belvedere wegen der violetten Früchte einen Zwetschkenbaum.




