Venedig: I Gesuati

Venedig: I Gesuati


Details

Jahr
1911
Technik
transparentes Aquarell mit etwas Deckfarbe und Wachsreserve über Graphit auf Papier
Gattung
Zeichnung
Maße
35,4 × 49,3 cm

Die Geschichte

Die Kirche an den Zattere, dem langen Kai am Giudecca-Kanal, heißt offiziell Santa Maria del Rosario, doch in Venedig sagt man Gesuati. Der Name erinnert an die Jesuaten, einen im 14. Jahrhundert in Siena gegründeten Orden, der seinen Spitznamen dem häufigen Anrufen des Namens Jesu verdankte. Mit den Jesuiten hatten sie nichts zu tun, deren Kirche steht im Norden der Stadt. Papst Clemens IX. löste die Jesuaten 1668 auf, die Dominikaner ersteigerten ihren Besitz und errichteten zwischen 1725 und 1743 den heutigen Bau nach Plänen von Giorgio Massari, mit Deckenbildern von Giambattista Tiepolo im Inneren.

Sargent malte die Kirche um 1911 aus nächster Nähe, dicht am Wasser. Die gewaltigen Säulen der Fassade laufen oben über den Blattrand hinaus, sodass vor allem der Sockel bleibt, die Stufen und der helle Stein, und darunter auf dem Kai ein paar dunkle Gestalten.

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