
Ansicht von Neapel mit dem Vesuv
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Die Geschichte
Über dem Vesuv rechts steigt eine dünne Rauchfahne auf, und in Neapel hätte das damals niemanden gewundert. Der Vulkan war 1737 heftig ausgebrochen und kam im 18. Jahrhundert selten lange zur Ruhe. Joseph Vernet malte die Ansicht um 1748, während seines langen Italienaufenthalts von 1734 bis 1753. Der Blick geht über die Bucht auf die Stadt, die sich am Ufer hinzieht. Vorne laden Fischer ein Boot aus, eine Dame in rosa Seide spaziert mit ihrem Begleiter, ein Hund trabt vorbei, und links hängt Wäsche an einem Haus.
Das Bild hat ein Gegenstück, eine Ansicht des Golfs von Neapel aus der gleichen Zeit, und beide kamen auf getrennten Wegen in den Louvre. Das Gegenstück schenkte der Sammler André Pereire 1949, behielt sich aber den Nießbrauch vor und verzichtete erst 1974 darauf. Zwei Jahre später tauchte diese Leinwand bei einer öffentlichen Versteigerung in Frankreich auf. Der Staat machte von seinem Vorkaufsrecht Gebrauch, trat zum Zuschlagspreis an die Stelle des Käufers und führte so das Paar wieder zusammen.




