
Leonardo da Vinci · PD
Felsgrottenmadonna
Details
Die Geschichte
Leonardo da Vinci war eben von Florenz nach Mailand übergesiedelt, als ihn 1483 eine Bruderschaft von Mönchen mit der Mitteltafel eines Altars für ihre Kirche beauftragte. Was er ihnen gab, war dies: die Madonna, der kleine Johannes der Täufer, das Christuskind und ein Engel, versammelt nicht in einem goldenen Himmel, sondern in einer feuchten Grotte aus überhängendem Fels, mit seltsamen Pflanzen und Tümpeln, die in einen bläulichen Dunst zurückweichen. Leonardo und die Mönche stritten mehr als 20 Jahre lang ums Geld, und schließlich entstand eine zweite Fassung, heute in London. Dies ist die frühere. Sehen Sie, wie die fernen Felsen im Dunst zergehen, statt in einer harten Linie zu enden: dieses Verschwimmen der Ränder ist das Sfumato, das Leonardo gerade vervollkommnete. Die Hand des Engels weist quer durch die Gruppe auf den jungen Täufer.




