Weber, Interieur mit drei kleinen Fenstern

Vincent van Gogh · PD

Weber, Interieur mit drei kleinen Fenstern


Details

Jahr
1884
Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
61 × 93 cm

Die Geschichte

Um 1884 war die Handweberei in Nordbrabant ein Gewerbe auf dem Rückzug, verdrängt von den Dampfwebereien, und die Leinenweber in Nuenen arbeiteten noch in ihren eigenen Häusern. Van Gogh suchte sie dort seit dem Winter 1883 regelmäßig auf und malte im Juli 1884 diesen Webstuhl, das hölzerne Ungeheuer, wie er ihn nannte, ein Gerüst aus Brauntönen und Schwarz, das fast den ganzen Raum einnimmt. Die Haltung des Mannes ist die eines Arbeitenden, der linke Arm streckt sich, um mit der Lade den Schussfaden anzuschlagen, der rechte ist leicht erhoben, um das Schiffchen zu schnellen. Durch die drei kleinen Fenster fällt das gelbliche Laub herein, das er gegen das Blau des entstehenden Tuchs und gegen das andere Blau der Arbeitsbluse setzte. Das Dämmerlicht der Werkstatt nannte er selbst rembrandtesk.

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