
Jan Steen · PD
Der Wein ist ein Spötter
Details
Die Geschichte
Vor der Tür einer holländischen Schenke hat sich eine gut gekleidete junge Frau bis zur Besinnungslosigkeit betrunken, und zwei Leute falten sie in eine Schubkarre, um sie nach Hause zu bringen. Die Seide und die roten Strümpfe sagen, dass sie Rang und Geld hatte, und genau darum geht es. Über die Wirtshaustür hat Jan Steen einen Satz aus dem Buch der Sprüche geschrieben: Der Wein ist ein Spötter, starkes Getränk macht wild, und wer davon taumelt, ist nicht weise. Er zeigte gern, dass ehrbare Leute der Schande des Trinkens ebenso verfielen wie alle anderen, und dass ein Sturz aus der Höhe schwerer anzusehen war. Steen kannte diese Welt von innen. Er hatte eine Zeitlang eine Brauerei gepachtet und später eine Schenke geführt, und er malte diese lärmenden Szenen nach den Leuten, die er täglich bewirtete.




