Jan Steen

Jan Steen

1626–1679 · Republik der Vereinigten Niederlande · Malerei des Goldenen Zeitalters der Niederlande


Die Geschichte

Im Niederländischen heißt ein chaotischer, lärmender Haushalt noch immer ein Jan-Steen-Haushalt, een huishouden van Jan Steen. Die Wendung stammt direkt aus den komischen Szenen des Malers vom aus den Fugen geratenen Familienleben und hat im volkstümlichen Gedächtnis fast alles andere über ihn überlebt.

Steen kannte diese Welt von innen. Um 1626 in Leiden in eine katholische Brauerfamilie geboren, führte er zeitweise selbst Wirtshäuser, und seine Bilder sind voller Trunk, Unordnung, verstohlener Blicke und sich schlecht benehmender Kinder. Er war einer der großen Erzähler des niederländischen Goldenen Zeitalters und hinterließ Hunderte von Gemälden.

Das Gelächter trägt meist eine Lehre. Ein zusammenbrechender, zügelloser Haushalt war seinen Betrachtern des 17. Jahrhunderts eine Warnung, wohin billiges Vergnügen führt, und Steen streute oft kleine Hinweise ein, eine verschwendete Münze, ein Kind, das schon schlechte Angewohnheiten lernt, um den Punkt zu machen. Gern malte er sich selbst mitten ins Getümmel, grinsend, als eine der übelsten Figuren im Raum.

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Werke

14 Werke