
Jean-François Millet · PD
Nähende Frau neben ihrem schlafenden Kind
Details
Die Geschichte
Am 14. März 1860 unterschrieb Millet einen Vertrag mit dem belgischen Kunsthändler Arthur Stevens. Drei Jahre lang sollte er 1000 Francs im Monat bekommen und dafür seine gesamte Produktion an Gemälden und Zeichnungen an Stevens abgeben, der den Pariser Händler Ennemond Blanc als Teilhaber ins Geschäft genommen hatte, um das Risiko zu teilen. Laut Museumsakte befand sich diese kleine Tafel 1862 bei Blanc und Stevens. Datiert wird sie auf etwa 1858 bis 1862. Es ist Nacht in einer Bauernstube. Eine junge Mutter mit dunkler Haube und blaugrünem Mieder näht an einem schweren weißen Kleidungsstück auf ihrem Schoß und zieht mit einer Hand den Faden hoch. Neben ihr schläft ein Kind unter weißen Decken in einem niedrigen Bett. Zwischen beiden hängt an einem Holzpfosten eine kleine Öllampe, und ihre Flamme ist das einzige Licht im Raum.




