
Frauen am Wasser, mit Krügen
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Die Geschichte
1895 lebte Bernard in Kairo. Ende 1893 war er dort angekommen, geblieben ist er etwa zehn Jahre, in einheimischer Kleidung, seit dem Sommer 1894 mit Hanenah Saati verheiratet. In diesem Jahr erhielt er Wandflächen in der Marienkathedrale der Stadt zu malen. Neben der kirchlichen Arbeit kam er immer wieder auf ein Motiv zurück, das er am Nil gefunden hatte: Frauen, die mit Krügen zum Wasser hinuntergehen, verhüllt, aus der Entfernung gesehen, die Gesichter meist ausgespart. Seiner Mutter schrieb er, diese Menschen hätten ihm gezeigt, was das Leben in einfacherer und edlerer Form sein kann. Die Literatur über Bernard endet meist mit der Bretagne, und so ist dieses ägyptische Jahrzehnt, zu dem die hochformatige Leinwand von 62,8 mal 45,4 Zentimetern gehört, weit weniger untersucht.




