
Jean-François Millet · PD
Reisigsammlerinnen
Details
Die Geschichte
In Frankreich war herabgefallenes Holz im Staatswald um 1850 kein herrenloses Gut. Das Forstgesetzbuch von 1827, in Kraft seit 1829, hatte die alten Nutzungsrechte der Dorfbewohner stark beschnitten. Das Sammeln von Fallholz blieb nur als eng geregelte, von Forstaufsehern überwachte Ausnahme. Genau diese Arbeit tun die beiden Frauen hier, die ihre Reisigbündel auf dem Rücken nach Hause tragen. Der russische Titel des Bildes nennt sie Köhlerinnen. Das Puschkin-Museum weist darauf hin, dass Millet keinen Himmel stehen ließ und den Blick leicht von oben ansetzt, sodass die ganze Last im Bild nach unten drückt. Die Leinwand misst nur 37 mal 45 Zentimeter. Nach Moskau kam sie mit der Sammlung des Kaufmanns Sergej Tretjakow und gelangte später aus der Tretjakow-Galerie ins Puschkin-Museum.




