
Jean-François Millet · PD
Junge Frau beim Buttern
Details
Die Geschichte
Eine junge Frau steht an einem hohen hölzernen Butterfass, beide Hände am Stößel, den sie durch den Rahm treibt, die Ärmel hochgeschoben, die blaue Schürze an der Hüfte gerafft. Millet malte sie Ende der 1840er oder Anfang der 1850er Jahre auf eine über einen halben Meter hohe Holztafel, und danach hatte das Bild ein bewegtes Leben auf dem Kunstmarkt. 1873 wurde es in Paris aus der Sammlung eines Marquis de La Rochebousseau verkauft, den es nie gegeben hat. Hinter dem Namen verbarg sich Léon Gauchez, ein Kunsthändler aus Brüssel. Fünf Jahre später wechselte es in Paris erneut den Besitzer, 1886 kam es in New York zur Auktion. Die Händler Knoedler ersteigerten es und verkauften es schon am nächsten Tag an Frederick Lothrop Ames, einen Bostoner Eisenbahninvestor, trugen es in ihr Lagerbuch aber als Der Holzfäller ein. Ames lieh es noch im selben Frühjahr dem Museum of Fine Arts. Dann blieb es 80 Jahre in der Familie, bis seine Schwiegertochter es 1966 dem Museum schenkte.




