
Die Geschichte
Roms Nationalsammlung älterer Malerei liegt in zwei Barockpalästen, und der prächtigere ist der Palazzo Barberini, in den 1620er Jahren für eine Familie erbaut, die gerade einen der Ihren auf den Papstthron gebracht hatte. Sowohl Bernini als auch sein Rivale Borromini arbeiteten daran, und Borrominis ovale Treppe windet sich in enger werdenden Schleifen neben Berninis breiter, rechteckiger empor.
Die Räume bergen Bilder, die die Menschen innehalten lassen. Raffaels La Fornarina, eine junge Frau mit entblößter Schulter, die für die Geliebte des Malers gehalten wird, trägt ein Armband mit seinem Namen. Caravaggios Judith durchtrennt mit einem Blick stirnrunzelnden Widerwillens den Hals des schlafenden Feldherrn Holofernes. Hans Holbeins Porträt Heinrichs VIII. zeigt den König breit und juwelenbesetzt, geradeaus starrend.
Über allem öffnet sich eine von Pietro da Cortona gemalte Decke in einen Wirbel von Allegorie zum Ruhm der Barberini, ihr Familienwappen aus Bienen über das Gewölbe verstreut.
Sammlung
9 Werke
NarzissCaravaggio, 1597
Bildnis des Maffeo BarberiniCaravaggio, 1598
Verkündigung mit zwei knienden StifternFilippo Lippi, 1445
Die mystische Vermählung der heiligen Katharina mit HeiligenLorenzo Lotto, 1524
Et in Arcadia egoGuercino, 1618
Thronende Madonna mit KindFilippo Lippi, 1437
Porträt der Beatrice CenciGinevra Cantofoli, 1650
Porträt des Stefano ColonnaBronzino, 1546
Ungleiche LiebeJudith Leyster, 1631