Schloss Versailles

Schloss Versailles

Versailles, Frankreich · Website


Die Geschichte

Versailles überlebte die Monarchie, die es erbaute, beinahe nicht. Nachdem die Revolution den Palast Ludwigs XIV. geleert hatte, war von Abriss die Rede, bis König Louis-Philippe in den 1830er-Jahren eingriff und das Ganze in ein Museum für alle Ruhmestaten Frankreichs verwandelte. Er füllte die königlichen Gemächer mit Historiengemälden französischer Schlachten und Helden, und das ist die Einrichtung, die 1837 eröffnete und bis heute besteht.

Ein Besuch ist also in Wahrheit zweierlei zugleich. Da ist der Palast als Bühne der Macht, vor allem der Spiegelsaal, eine 73 Meter lange Galerie aus bogenförmigen Spiegeln und Kronleuchtern, in der einst der Hof schritt und in der 1919 der Vertrag unterzeichnet wurde, der den Ersten Weltkrieg beendete.

Und da ist Louis-Philippes darübergelegtes Museum, am eindrucksvollsten die Galerie des Batailles, ein langer Saal, den er entlang des Südflügels errichtete, gesäumt von dreißig riesigen Leinwänden, die von Chlodwig bis Napoleon ziehen. Draußen laufen die Gärten von André Le Nôtre noch immer in geraden Linien zum Horizont, geschnitten und bepflanzt wie in den 1660er-Jahren.

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