
Henryk Siemiradzki
1843–1902 · Russisches Kaiserreich · Akademische Kunst
Die Geschichte
Henryk Siemiradzki schenkte dem 19. Jahrhundert einige seiner verführerischsten Bilder der antiken Welt. Sein riesiges 'Neros Fackeln' zeigt Christen, die in einem römischen Garten an Pfähle gebunden sind und gleich als lebende Lampen für die Gäste des Kaisers verbrannt werden, während die Menge in hellem Sonnenlicht auf Marmorstufen plaudert.
In Sankt Petersburg ausgebildet und meist in Rom ansässig, malte er die Antike als sonnendurchflutetes Schauspiel: müßige Patrizier, Marmorterrassen, Tänzerinnen am Meer. Das Publikum in ganz Europa und Russland stand für die großen Leinwände Schlange, und 'Neros Fackeln' schenkte er der Stadt Krakau, um deren Nationalmuseum mitzubegründen.
Polnische wie russische Traditionen beanspruchen ihn, denn er wurde bei Charkiw geboren, in Russland ausgebildet und wurde zu einem Helden der polnischen Kunst. Er ist in Krakau unter den nationalen Größen bestattet.
Werke
7 Werke
Neros FackelnHenryk Siemiradzki, 1876
Das Vertrauen Alexanders des Großen zu seinem Arzt PhilipposHenryk Siemiradzki, 1870
Phryne beim Poseidonfest in EleusisHenryk Siemiradzki, 1889
Christus und die SünderinHenryk Siemiradzki, 1873
Das Mädchen oder die VaseHenryk Siemiradzki, 1878
Die christliche DirkeHenryk Siemiradzki, 1897
Mädchen am BrunnenHenryk Siemiradzki, 1889