
Henryk Siemiradzki · PD
Die christliche Dirke
Details
Die Geschichte
Im Rom Neros konnte eine Hinrichtung zur Bühnenshow werden. Eine zum Tode verurteilte Christin musste einen alten griechischen Mythos nachspielen, den der Dirke, jener Königin, die man an die Hörner eines wilden Stiers band und zu Tode schleifte, zur Belustigung des Publikums in der Arena. Siemiradzki malt den Augenblick danach: den niedergestreckten Stier, den bleichen Körper des Mädchens im Sand und den Kaiser, der mit seinem Gefolge herüberschlendert, um das Ergebnis zu begutachten, satt und ohne Neugier. Es war das letzte große Historienbild des polnischen Malers, über fünf Meter breit, vollendet 1897. Er schenkte es der Nation, und heute hängt es im Nationalmuseum in Warschau.




