Werkstatt des Marx Reichlich
Heiliges Römisches Reich · Nordische Renaissance, Deutsche Renaissance
Die Geschichte
Um 1500 malte eine Salzburger Werkstatt einen großen Marienaltar für St. Peter, die alte Benediktinerabtei der Stadt. An ihrer Spitze stand Marx Reichlich, ein Maler aus Brixen in Südtirol, der vermutlich im Umkreis der Familie Pacher gelernt hatte, der führenden Tiroler Maler seiner Zeit. Er wurde 1494 Bürger von Salzburg und arbeitete dort bis etwa 1508, wobei Gehilfen an der Malerei beteiligt waren. Deshalb tragen diese Tafeln die Bezeichnung Werkstatt.
Der Altar wurde später zerlegt, und das Belvedere besitzt eine Gruppe seiner Heiligen, gemalt auf Fichtenholz. Einige sind beidseitig bemalte Flügel, der hl. Mauritius mit dem hl. Sebastian auf der Rückseite, der hl. Thomas mit Papst Silvester. Ein heiliger Bischof ist bis heute unsicher, entweder Erasmus oder Thiemo, ein früher Salzburger Erzbischof, der als Seliger verehrt wird. Die hl. Odilia und der hl. Rochus stehen heute für sich, und die Rochustafel war einst die Außenseite eines Flügels, dessen Innenseite als eigenes Bild abgesägt wurde. Sie befand sich 1933 noch in St. Peter und kam nach 1949 ins Belvedere.
Werke
5 Werke
Hl. Erasmus oder hl. Thiemo (Innenseite) und ein heiliger Bischof (hl. Martin?) (Außenseite)Werkstatt des Marx Reichlich, 1500
Hl. Mauritius (Innenseite) und hl. Sebastian (Außenseite)Werkstatt des Marx Reichlich, 1500
Hl. OttilieWerkstatt des Marx Reichlich, 1500
Hl. RochusWerkstatt des Marx Reichlich, 1500
Hl. Thomas und hl. SilvesterWerkstatt des Marx Reichlich, 1500