
Hl. Ottilie
Details
Die Geschichte
Auf dem Buch in ihren Händen liegen zwei Augen. Sie gehören zur hl. Odilia, der Äbtissin aus dem Elsass, die um 700 lebte. Ihre Legende erzählt, sie sei blind geboren und deshalb von ihrem Vater, einem Herzog, verstoßen worden. Bei der Taufe habe sie das Augenlicht erhalten, und später gründete der Vater für sie ein Kloster auf der Hohenburg, dem heutigen Odilienberg. Wer an den Augen litt, rief sie an, und die Maler gaben ihr die Augen als Zeichen mit. Hier trägt sie einen weißen Schleier, einen schwarzen Mantel über dem weißen Habit und ein rosafarbenes Gewand, das sie vor sich rafft. Die Tafel war die vergoldete Innenseite eines Flügels vom Marienaltar, den die Werkstatt von Marx Reichlich um 1500 für das Stift St. Peter in Salzburg malte. Irgendwann wurde der Flügel auseinandergesägt, und seine Außenseite mit dem hl. Rochus hängt heute als eigene Tafel im Belvedere.



