Hl. Mauritius (Innenseite) und hl. Sebastian (Außenseite)

Hl. Mauritius (Innenseite) und hl. Sebastian (Außenseite)


Details

Museum
Belvedere
Jahr
1500
Technik
Malerei auf Fichtenholztafel
Maße
82,6 × 36,5 cm

Die Geschichte

Der Mann auf der vergoldeten Innenseite trägt einen grünen Turban mit einer geschwungenen goldenen Zier, einen rosa getönten Plattenharnisch und eine schwarz-gold gestreifte Lanze. Es ist der hl. Mauritius, der Legende nach Anführer der Thebäischen Legion, die aus dem ägyptischen Theben stammte und in den Alpen hingerichtet wurde, weil sie ihrem Glauben nicht abschwor. Seit dem 13. Jahrhundert stellten ihn Künstler im deutschen Sprachraum oft als Afrikaner mit dunkler Haut dar, und so malte ihn um 1500 auch die Werkstatt von Marx Reichlich. Auch die Außenseite des Flügels zeigt einen Offizier aus der Legende. Vor dunklem Grund steht der hl. Sebastian, angeblich Hauptmann der kaiserlichen Garde, der wegen seines Glaubens mit Pfeilen beschossen wurde. Hier ist er ein junger Herr nach der Mode der Zeit, in pelzbesetztem Mantel mit grünen Ärmeln und roten Beinlingen, und hält die Pfeile aufrecht in der Hand.

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