Hl. Erasmus oder hl. Thiemo (Innenseite) und ein heiliger Bischof (hl. Martin?) (Außenseite)

Hl. Erasmus oder hl. Thiemo (Innenseite) und ein heiliger Bischof (hl. Martin?) (Außenseite)


Details

Museum
Belvedere
Jahr
1500
Technik
Malerei auf Fichtenholz
Maße
80 × 34 cm

Die Geschichte

Für das Stift St. Peter in Salzburg hatte dieser Heilige eine besondere Nähe. Thiemo wurde dort 1077 Abt und 1090 Erzbischof von Salzburg. Er zog 1101 ins Heilige Land, geriet in Gefangenschaft und soll in Askalon durch Ausdärmung umgekommen sein. Sein Attribut ist deshalb die Darmwinde, eine Kurbel, um die die Eingeweide gewickelt sind. Genau diese hält der Bischof auf der vergoldeten Innenseite der Tafel. Nur gehört dasselbe Zeichen seit jeher dem hl. Erasmus, einem frühchristlichen Märtyrer, der der Legende nach ebenso starb. Das Belvedere, das den Flügel Marx Reichlich und seiner Werkstatt zuschreibt, lässt die Frage offen und nennt ihn hl. Erasmus oder seliger Thiemo, mit Fragezeichen. Gemalt wurde er um 1500 für den Marienaltar des Stifts. Auf der Außenseite hält ein zweiter Bischof vor dunklem Grund den Krummstab und ein hohes, gedecktes Goldgefäß. Das Museum deutet ihn vorsichtig als hl. Martin.

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