
1814, der Frankreichfeldzug
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Die Geschichte
Meissonier arbeitete an dieser Holztafel etwa von 1860 bis 1864, unter Napoleon III., dem Neffen des ersten Kaisers, dessen Regime die napoleonische Legende sorgfältig pflegte. Er wählte dafür einen wenig ruhmreichen Moment, den Winter 1814, als die Heere der Verbündeten nach Frankreich vordrangen und dem Kaiserreich nur noch Wochen blieben. Hinter dem grauen Mantel reiten Marschall Ney und Berthier im Stab. Für die Genauigkeit lieh sich Meissonier von der Familie Bonaparte Napoleons echten Sattel und stand selbst in einer Kopie des Mantels Modell. Der Bankier Gustave Delahante kaufte das Bild 1866 für 85.000 Francs. 1890 ging es über einen Händler an Alfred Chauchard, den Gründer des Kaufhauses Grands Magasins du Louvre, für 850.000, das Zehnfache und damals der höchste Preis, der je für das Werk eines lebenden Malers gezahlt worden war. Chauchard vermachte es dem Louvre, 1909 kam es dort an.




