
Die Barrikade, Rue de la Mortellerie, Juni 1848
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Die Geschichte
Im Juni 1848 erlebte Paris vier Tage Bürgerkrieg. Die junge Republik hatte die Nationalwerkstätten geschlossen, die Arbeitslosen Beschäftigung gaben, die Arbeiter der östlichen Viertel erhoben sich, und Armee und Nationalgarde eroberten die Stadt zurück. Meissonier, damals bekannt für winzige Szenen mit Kartenspielern in alten Kostümen, war Artilleriehauptmann der Nationalgarde. Er wurde Zeuge, wie die Aufständischen an einer Barrikade nahe dem Hôtel de Ville niedergemacht wurden, und hielt die Toten in einem Aquarell fest. Er schenkte es Delacroix, den der Anblick tief bewegt hatte, und heute gehört es ebenfalls dem Louvre. Dieses Ölbild, nur 29 Zentimeter hoch, entstand danach und war im Salon von 1850 bis 1851 zu sehen. Der Louvre nennt es auch Erinnerung an den Bürgerkrieg. Die Leichen liegen durcheinander auf dem aufgerissenen Pflaster, einer in roter Hose quer über den Steinen. Die Rue de la Mortellerie aus dem Titel hieß offiziell schon seit 1835 Rue de l'Hôtel-de-Ville.




